Leben und Werk der 2-fachen polnischen Nobelpreisträgerin Maria Sklodowska-Curie

Maria Sklodowska-Curie (1867 bis 1934) stammt aus Polen, wirkte aber die längste Zeit ihres Lebens in Frankreich. Sie ist die einzige Frau, die 2mal den Nobelpreis erhielt und zwar 1903 gemeinsam mit ihrem Mann, Pierre Curie, den für Physik und 1911 den für Chemie. Gemeinsam mit Henri  Becquerel beobachtete sie die Strahlung von Uran-Verbindungen und prägte für diese das Wort „radioaktiv“. Darüber schrieb sie die bahnbrechende  Arbeit „Die neuen radioaktiven Substanzen und die von ihnen emittierten Strahlen“.
1911 wurde ihr auch der Nobelpreis für Chemie  für die Entdeckung des  chemischen Elementes  Radium verliehen.
Die Universität Hamburg schrieb 1985:
Marie Curie ist wegen der von ihr erhaltenen Nobelpreise in Physik (1903) und Chemie (1911) die wohl bekannteste Physikerin. Weniger bekannt pflegen die Schwierigkeiten zu sein, auf die sie stieß: Sie wurde nicht zum Studium an der Warschauer Universität zugelassen, verdiente das Geld für ihre ersten Forschungen als Mädchenschullehrerin und nach 1911 (!) wurde ihr die Aufnahme in die französische Akademie der Wissenschaften verweigert. Ähnlich unbekannt scheint auch ihr Engagement beim Völkerbund zu sein. Von 1922 bis 1934 war sie Vizepräsidentin der Internationalen Kommission für geistige Zusammenarbeit beim Völkerbund. Auch die Möglichkeiten einer  medizinischen Nutzung ihrer Entdeckungen interessierten sie stark.
Anlass für den Vortrag ist der 100. Jahrestag der Verleihung des Chemie Nobelpreises 1911.
Die Veranstaltung ist in eine VHS-Vortragsreihe eingebettet, bei der es um bedeutende polnische Künstler und Wissenschaftler geht. Die Reihe wird jährlich fortgeführt.
Es soll bei der jetzigen Veranstaltung  über Leben und Werk von Maria Sklodowska-Curie informiert  werden.
Malgorzata Jasinska-Reich berichtet über den Lebenslauf, Dr. Hans-Otto Dumke über das wissenschaftliche Werk der polnischen Wissenschaftlerin.
Regina Vogel liest aus Briefen von Maria Sklodowska- Curie und trägt aus dem Buch von Per Olof Enquist „Das Buch von Blanche und Marie“ das Kapitel zur „Langevin-Affäre“ vor.
Mittwoch, 26. Oktober 2011, 20 Uhr
vhs, Raum 25
Abendkasse